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'Augenblick'  Thierry Godet

 

MENSCH UND ARBEIT
Menschen verbringen einen großen Teil ihrer Zeit mit Arbeit.
Menschliches Potential kann in diesem Kontext angesprochen werden. Die Verbindung zwischen Mensch und Arbeit verläuft niemals reibungslos. Jeder Reibungspunkt ist eine Entwicklungschance,auch wenn die Situation zunächst als belastend oder negativ erfahren wird.

  
 
MENSCHEN LERNEN

Lernen ist nur möglich in Situationen, die sicher und stressfrei sind. Begeisterung und Verbundenheit lässt Menschen ihr Potential entdecken. Neue Kenntnisse und Einsichten sind notwendig, um zu lernen, sie alleine führen jedoch nicht unbedingt zu größerer Professionalität. Stabiles Wachstum entsteht dort, wo Menschen experimentieren und mit Möglichkeiten spielen dürfen. Hierzu ist Distanz zum Arbeitskontext sinnvoll.

 

 

IMPROVISATION

Wir improvisieren mehr als uns bewusst ist. Wenn eine Situation unerwarteten Einsatz von uns fordert, improvisieren wir aus dem Moment heraus. Improvisation bedeutet das Unvorhergesehene. Wir setzen ein, was wir zur Verfügung haben und stimmen uns auf die aktuelle Situation ab. Wenn wir nur auf das zurückgreifen, was wir in einer früheren Situation schon einmal getan haben, verpassen wir vielleicht die optimale Abstimmung auf die aktuelle Situation. Wenn es um Problem-Lösungen im Arbeitskontext geht, bietet das Zurückgreifen auf das, „wie wir es immer schon gemacht haben“ zu wenig Raum für Veränderung oder Erneuerung . Viel Potential bleibt ungenutzt. Das Loslassen der „festen Komposition“ ermöglicht die Improvisation. Dabei zeigen sich unerwartete Möglichkeiten und kann Neues spielend entdeckt werden.
Als Übungsfeld bietet sich die musikalische Improvisation an. Auf gut klingenden und leicht zu bespielenden Instrumenten kann in Abstimmung zwischen Denken, Fühlen und Handeln eine jetzt passende Spielweise gefunden werden. Musikalisches Spiel begeistert und verbindet Menschen miteinander. Harmonische Spielsequenzen geben Energie und gute Stimmung. Improvisation in meiner Arbeit als Supervisorin und Musiktherapeutin
gestalte ich aufgrund meiner Kenntnisse und Erfahrung mit den fünf Komponenten der Musik: Rhythmus, Klang, Melodie, Dynamik und Form. Jede Komponente steht in direktem Zusammenhang mit wesentlichen Aspekten menschlichen Seins (siehe auch: Inspirationen, Fritz Hegi).

 

KOMMUNIKATION

Das Gedankengut des Konstruktivismus hat mich sehr inspiriert.

Die Wirklichkeit gibt es darin nicht. Keine Logik, die in einer geraden Linie von A nach B führt. Jeder Mensch hat seine eigene Perspektive aufgrund aller Erfahrungen, die er in seinem Leben gemacht hat. Worte haben sich mit unterschiedlichem Inhalt gefüllt. Es braucht Zeit und Aufmerksamkeit, um wirklich zu hören, was ein anderer sagen möchte. Wir leben in einer Zeit ständiger Veränderungen, hohen Erwartungen an Produktivität und schnellen Resultaten. Eine zu große Leistungsorientierung lässt Kommunikation zur Funktionalität verkümmern. Missverständnisse, Konflikte und Fehlentscheidungen mit oftmals großen finanziellen Konsequenzen für den Betrieb oder die Organisation sind an der Tagesordnung. Neue Formen der Kommunikation sind notwendig, um aus diesem Dilemma auszusteigen. 

 

DIALOG

Einen Raum für vertiefende Kommunikation fand ich im Dialog, wie er von Martin Buber und David Bohm beschrieben wurde (siehe auch: Inspirationen). Bohm entwickelte eine Form des Dialoges, die es ermöglicht, den eigenen Denkprozess bewusst wahrzunehmen. Durch Techniken, die die Interaktion verlangsamen, wird es möglich, die eigenen Urteile im Denken  zu entdecken und neue Räume im Denken zu öffnen. Das Denken der Gruppe kann “transparent” werden, wie Bohm beschreibt. Die Kräfte der gesamten Gruppe werden dadurch sichtbar und können gebündelt zu tragfähigen Entscheidungen führen. Es entsteht eine Qualität der Kommunikation, die von den Teilnehmern als wesentlich erfahren wird. Alle werden gehört, nicht nur diejenigen, die am Schnellsten oder Lautesten ihre Argumente rufen.

 

 

DIE LÖSUNG IST SCHON IM SYSTEM ANWESEND

Ein Problem ist nur dann ein Problem, wenn es auch eine Lösung dafür gibt. Ansonsten handelt es sich um eine Unmöglichkeit oder eine Utopie. Die Systemtheorie lehrte mich, konsequent nach den Möglichkeiten, die eine Person oder ein Team in sich trägt, auf die Suche zu gehen. Von mir als Supervisorin erfordert dies regelmäßig eine innere Haltung des „sich-leer-machens“ damit ich nicht meine Lösungen auf den anderen übertrage. Lösungen, die nur von außen kommen, halten selten Stand. Neben dieser Haltung sind meine Kenntnisse und meine Expertise im Bereich, systemischer, psychodynamischer und kreativer Methoden, Körperwahrnehmung und Meditation wertvolle Instrumente, mit denen ich aufmerksam mitschaue, welcher Schritt einen Unterschied machen könnte, damit Entwicklung ermöglicht wird.